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Hallo, hier spricht dein Gehirn: "Du isst dich dumm und dämlich!" Interessante und ganz aktuelle Vortragsthemen kennzeichneten in diesem Jahr das Programm in Erlangen.
Den Auftakt machte Prof. Dr. Gunther Moll, Leiter der Abteilung für psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen an der Uniklinik Erlangen. Er sprach unter dem Titel „Hallo, hier spricht mein Gehirn“ über die kindliche Gehirnentwicklung von der Schwangerschaft bis zur Einschulung. Die vielen Fragen aus dem Publikum betrafen ganz praktische Situationen und auch grundsätzliche gesellschaftliche Probleme. Es gab einen lebhaften Austausch und die Zuhörer verließen den Vortrag meist noch in angeregter Unterhaltung. Prof. Moll hat ein Buch mit dem gleichnamigen Titel veröffentlicht.
(Foto: Prof. Dr. Moll)
Das Thema „Essen wir uns dumm und dämlich?“ von Dr. Siegfried Lehrl zog eine große Menge in den Vortragssaal. Wie beeinflusst die Ernährung unsere geistige Leistung? Dr. Lehrl stellte die aktuellen Studien vor. Verschiedene Ernährungsstile und Überzeugungen wurden von den Zuhörern in die Diskussion eingebracht, Dr. Lehrl betonte allerdings, dass bisher nur wenige gesicherte Ergebnisse in Bezug auf die geistige Leistung vorliegen. Interessant sind in diesem Bereich die Überschneidungen und auch die Unterschiede zu anderen Ernährungsempfehlungen zur gesundheitlichen Prävention. Für die Prävention gegen Demenz stehen z.B. Leinöl, Rapsöl und Walnussöl noch vor dem Olivenöl auf der Bestenliste. Entsprechende Veröffentlichungen sind in der Zeitschrift „Gesitig fit“ der Gesellschaft für Gehirntraining e.V. erschienen (www.gfg-online.de).
(Foto: Dr. Lehrl)
Die Woche wurde abgerundet von der Pädagogin Christine Tackenberg, die als selbständige Lernmentorin Jugendliche und Erwachsene bei der Verbesserung ihres Lernverhaltens begleitet. Frau Tackenberg, früher Leistungssportlerin, hat ein eigenes Praxiskonzept entwickelt. Ihre Ausführungen zu den verschiedenen Wegen des Lernens wurden aufmerksam verfolgt. Das lebenslange Lernen verlangt vor allem, die vielen Informationen möglichst schnell in „wichtig“ oder „unwichtig“ unterscheiden zu können. Wir müssen lernen, wie wir uns richtig konzentrieren, richtig entspannen, unsere eigenen Ressourcen einsetzen und unsere Schwächen positiv ergänzen können. Es wurde im Laufe des Abends klar, dass hierzu persönliche Analyse und Einüben notwendig ist. Wie lerne ich eigentlich? fragte man sich als Zuhörer? Was fördert mich, was stört mich am meisten? Das Fazit: Jeder kann Lernen lernen!
(Foto: Christine Tackenberg)
Den Abschluss der Reihe bildete eine Veranstaltung in der Kopfklinik, wie es in Erlangen seit einigen Jahren bereits Tradition ist. Unter dem Titel „Demenz heute“ stellten Professor Dr. Johannes Kornhuber, der Direktor der Klinik, und seine Mitarbeiter Prof. Dr. Markus Weih und PD Dr. Andreas Henkel Studien und Forschungsergebnisse zur Demenzerkrankung vor. Welche Diagnosemöglichkeiten sind sicher? Warum ist die Früherkennung wichtig, wenn es doch noch keine Heilmittel gibt, sondern nur Medikamente, die die Symptome lindern? Welche Studien zur Therapie sind gescheitert, welche laufen, welche sind neu? Neben den hochinteressanten laienverständlichen Kurzvorträgen gab es einen regen Austausch, viele Fragen seitens der Zuhörer konnten beantwortet werden.
(Fotos: Professor Dr. Johannes Kornhuber)
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